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Wann Was Wo Wer

2019

09. - 10. Aug.

Das erste Werdenberger Bier-Festival in der überdachten Gass in Buchs SG.

Freitag, 9. August: 16.00 - 23.00 Uhr
Samstag, 10. August: 11.00 - 23.00 Uhr

Umrahmt wird das Festival von verschiedenen Food-Trucks/Ständen und Live-Bands.

Interessierte Brauereien können sich ab jetzt anmelden/informieren unter: tomscherrer@hotmail.com

BuchsThomas Scherrer
16. Aug.Stahlermatten 2, 6146 GrossdietwilBrauerei Stahler Bier
30. - 31. Aug.

7. Basler Biermarkt

Ein Muss für Craftbierfans! Über 100 verschiedene Biere, von denen man die meisten in Läden oder Restaurants kaum bekommt, warten auf die BesucherInnen. Wie jedes Jahr werden wieder extra für den Basler Biermarkt gebraute Biere dabei sein. Nicht nur die jungen Wilden legen sich mächtig ins Zeug. Auch gestandene Brauereien bringen immer wieder Spezialitäten, die es nur am Biermarkt gibt. Das Markt-Team stellt sich wieder mit einem St. Johannsbräu dem Urteil des kritischen Publikums. 

Und natürlich gibts auch köstliches Essen für eine angemessene Grundlage. Das Ganze an der frischen Luft und trotzdem wetterfest.

Basel, St. JohannVerein St. Johannsmarkt, Davidsrain 3, 4056 Basel
31. Aug.
2. Sensler Bierwanderung - durchgeführt vom Ski- & Snowboard Club Ueberstorf. Degustiere auf einer gemütlichen Rundwanderung Biere aus der Region und einem Gast-Kanton. Die Rundwanderung startet in Ueberstorf bei der Mehrzweckhalle, führt zum Aussichtspunkt Höhi und endet wieder in Ueberstorf bei der Mehrzweckhalle. Tickets auf www.sscu.ch erhältlich.
UeberstorfSki- und Snowboard Club Ueberstorf
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Bier - Grut-Bier ante MDXVI | Brauerei CULINA-BRÄU

Grut-Bier ante MDXVI

Detailbeschreibung

Bier und der Einsatz von Gewürzen und Kräutern hat eine lange Tradition und ist wegen diverser Gegebenheiten (z.B. der Mythos um das Reinheitsgebot) heutzutage nur noch in der Heimbrauszene, wie auch vereinzelt in der kommerziellen Bierindustrie u.a. in Belgien und den U.S.A. anzutreffen.

Die Grut, Gruit (Mischung aus Kräutern) eines Brauers im 16. und 17. Jahrhundert enthielt eine breite Palette an Pflanzen: teure asiatische Gewürze für die, die es sich leisten konnten (Ingwer, Gewürznelken, Galgant, Zimt, Muskat und sogar indische Lorbeerblätter), billigere Importe (Paradieskörner, Koriander, Süßholz) und einheimische Kräuter für weniger finanzstarke Kunden (Fenchel, Pfefferminze, Wacholder, Rosmarin und Gagel). Dabei wurde dem Bier nicht nur Geschmack gegeben, sondern auch die Haltbarkeit verbessert.

Aufgrund von archäologischen Funden im Gebiet der Rheinmündung kann angenommen werden, dass Gagel dort bereits zur Zeit Christi Geburt zum Bierbrauen verwendet wurde. Die erste Erwähnung des Gruts als Bierzutat, damals noch unter seiner lateinischen Bezeichnung materia cervisiae, geht auf das Jahr 974 zurück, als der römisch-deutsche Kaiser Otto II. per Erlass die Grutrechte, das heisst das Recht des Handels mit Grut, an die Kirche von Lüttich übertrug. Die Bezeichnung „Grut“ wurde erstmals im Jahr 999 erwähnt, als der römisch-deutsche Kaiser Otto III. der Martinuskirche in Utrecht das Grutrecht schenkte.

Hausbrauer Dölf Huber lässt diese Grut-Tradition wieder aufleben und nimmt sie gerne mit auf eine vielversprechende Geschmacksreise noch vor 1516…

Bei der Herstellung dieses Urbieres habe ich mich eines ganz einfachen Brauhandwerkes bedient. Als Mengenmass galt die 'Hand voll' sowie das Litermass. Bei der Temperaturfühlung ist mir zu Gute gekommen, dass ich bei den vorherigen Brauprozessen (mit Temperaturkontrolle) auch öfters auf die Oberfläche des Sudwassers, der Maische sowie der kochenden Würze geachtet habe. Nun konnte ich mich auf diese Gegebenheiten einstellen und einen einfachen Maischeprozess einleiten. Denn ich musste ja davon ausgehen, dass jenes Haus-Bier nicht in einem mehrstufigen Infusionsverfahren mit einigen Temperatur-Rasten und 4-7° Grad Unterschied gebraut wurde.

Auch nahm ich an, dass das Mälzen des Korns eher dunkel ausfiel. So habe ich meine Malz-Mischung im Backofen nachgeröstet, um einen etwas rauchigeren Geschmack herbeizuführen.

Die meisten Grut-Zutaten sind aus gut geführten Bioläden. Ausser dem Myrica gale, dem Gagelstrauch... diese Pflanzen habe ich im Frühjahr 2014 aus dem Küstengebiet Norddeutschlands bezogen und den Sommer durch gehätschelt. Im Herbst durfte ich dann die Gagel-Früchtchen ernten und endlich damit ein Grutbier brauen.

Und nun bleibt mir nur die Hoffnung: Dass Ihnen mein Urbier schmeckt und der Gagelstrauch wieder nachwächst...